Bilderwände

Auf vielfachen Wunsch einiger Leser, kommt mein heutiger Beitrag zum Thema Bilderwände. Ich werde oft gefragt: wo gibt es schöne Bilder ? Wo nimmst Du immer Deine Bilder her? Und worauf achtest Du beim Aufhängen der Bilder? Ich habe mal versucht alles Wichtige dazu zusammen zu schreiben.

Ersteinmal ist es notwendig, dass man sich überlegt, welche Wand man in Szene setzen will. Es ist oft schöner eine ganze Wand als Bilderwand zu gestalten, als an jede Wand ein einzelnes Bild zu hängen. Viele Bilder an einer Wand wirken einheitlicher und spannender, wie eine Art Ausstellung oder Sammlung. Bei Deko ist es oft so, dass in Gruppen arrangiert, das Ganze ein Ensemble bildet und dadurch erst ein Hingucker wird, dies ist auch bei Bildern zutreffend.

Wenn Ihr dann eine Wand gefunden habt, dann geht aufmerksam durch die Welt. Was spricht Euch an Motiven an? Mir gefallen immer Gesichter in jeder Form ganz gut. Vielleicht steht Ihr aber eher auf Landschaftsmotive oder eher grafische Dinge?! Sammelt hier einfach, was Euch gut gefällt. Wenn Ihr mixen wollt, also Porträt, Landschaft und Grafik, dann sucht einen gemeinsamen Nenner. Das kann entweder ein einheitlicher Rahmen sein, den jedes Bild bekommt, oder aber eine gemeinsame Farbigkeit zum Beispiel alles in schwarz/weiß.

Dann ist es wichtig, den Raum in dem Eure Bilder hängen sollen zu betrachten. Welche Farben gibt es im Umfeld? Seid Ihr eher bunt, so wie ich? Dann sollten in den Bildern die Ihr aufhängt, die Hauptfarben des Raumes erneut vorkommen. Seid Ihr eher monochrom, dann könnt Ihr entweder einen Break einbauen und farbmäßig durchdrehen, oder Ihr bleibt in Eurem Farbschema.

So, aber wo findet Ihr Bilder?

  • Schöne Prints aus Zeitschriften ausschneiden, z.B. Flowzeitschrift
  • Flohmarkt natürlich (wenn Euch dort ein Motiv gefällt, aber der Rahmen altmodisch ist, überlegt: kann man ihn umlackieren, oder das Bild herausnehmen und ohne Aufhängen?)
  • im Prinzip kann man alles rahmen und aufhängen, was flach ist. Zum Beispiel schöne Geschirrtücher (unbenutzte natürlich), Stoffe oder aber Ihr sammelt hübsche Papiertüten und hängt die gerahmt auf, dass sieht in einer Gruppe auch megatoll aus.
  • online bekommt Ihr natürlich auch jede Menge toller Prints. Oft schon bin ich bei Human Empire, Junique oder Kunstkopie, Posterlounge oder auch Ebay fündig geworden.
  • es gibt auch immer ganz tolle Kunstdruckpostkarten. Diese könnt Ihr sammeln und in einem großen Rahmen zusammenstellen.
  • einmal habe ich ein tolles altes Memoriespiel aus den 70er Jahren auf dem Flohmarkt gefunden und gerahmt für ein Kinderzimmer, sah sehr schön aus.

Hier habe ich ein Geschirrtuch eingerahmt und aufgehängt:

Wie Ihr seht, hängen hier nur Gesichter und die Rahmen sind alle unterschiedlich groß und verschieden. Das Gemeinsame sind hier wie gesagt die Gesichter. Beim Hängen selbst, fangt Ihr mit dem größten Bild an und gruppiert die kleineren darum herum, damit es ein harmonisches Ganzes ergibt. Ich hoffe, ich konnte Euch da ein wenig helfen und Ihr könnt eine tolle Bilderwand gestalten, die sich auch immer wieder verändern und weiterwachsen kann.

 

6 comments

  1. Linda says:

    Huhu Julia,
    ich habe mir gerade deinen Text durchgelesen und um ehrlich zu sein… ich befolge keine deiner ‚Regeln‘ (das soll aber nicht heißen, dass ich sie schlecht finde oder sowas – ganz und gar nicht).
    Bei mir kommt Pippi (mit Zitat von A. Lindgren) zu Blumenwiesen sowie schwarzweißen Hauszeichnung und einem ‚Alice im Wunderland‘-Druck – dabei haben die Bilder weder die selbe Größe, noch den gleichen Rahmen noch einen gemeinsamen Nenner.
    Und auch meiner Wandgalerie im Esszimmer passt eigentlich nichts zusammen und genau deswegen mag ich so. Klar, hier ist es etwas offensichtlicher, die Rahmen sind teilweise recht ähnlich, nämlich dunkel oder mit einem goldenen Touch – das war es aber auch schon.

    Auf die Idee, ein Geschirrtuch zu rahmen und aufzuhängen bin ich aber noch nicht gekommen. Dafür finde ich viel zu selten schöne…

    Als einen Tipp würde ich vielleicht noch dazu sagen:
    manchmal hilft es, wenn man die Galerie bzw. die Bilder schonmal vorher auf dem Boden arrangiert und schuat ob es passt. Und wenn es an der Wand dann doch nicht passt, nicht scheuen umzuhängen – es gibt nichts ärgerlicheres, als ein Bild, dass am falschen Platz hängt.

    Liebe Grüße,
    Linda

    • Caro says:

      Vielen Dank für die tollen Tipps. Ich merke gerade, dass ich wohl ein Faible für Bilder mit einem Klecks Senfgelb habe. Dadurch sehen ein paar der Bilder sehr hübsch miteinander aus. War allerdings (bisher) nicht so geplant. Schöne Geschirrtücher finde ich – leider – an jeder Straßenecke: Todryfor z.B. oder Anthropologie und etsy sowieso.
      Lieben Gruß

    • Julia says:

      liebe linda, toll, dass du dir die mühe gemacht hast, so viel zu schreiben. du hast recht, manchmal ist es auch gut, keine regel zu befolgen. meistens hänge ich meine bilder nach gefühl auf, nur wenn ich das geschrieben hätte, dann hätte es vermutlich niemanden weitergeholfen. daher habe ich versucht auch noch ein paar regeln aufzustellen, die helfen könnten. aber so ein bewusster regelbruch kann trotzdem gut sein!
      und die idee, die bilder vorher auf den boden zu legen, ist auch super. ganz lieben dank dafür!

  2. Pamela says:

    Schöne Bilder habe ich, die liegen aber leider oft in der Schublade, weil ich einfach keine schönen und passenden Rahmen finde. Sollen kein Vermögen kosten aber trotzdem gut aussehen. Hast du da vielleicht auch ein paar Tipps?

    • Julia says:

      Hallo pamela, wenn Du auf Flohmärkten nicht fündig wirst, schau doch mal bei ikea oder tedox. ich finde da gibts auch sehr schöne und das preis/leistungsverhältnis stimmt. liebe grüße – julia

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