Koffer packen

Neulich wurde ich von einer befreundeten Bloggerin gefragt, ob ich mich zusammen mit anderen Bloggern zum Thema stressfrei in den Urlaub an einer Blogparade beteiligen wolle. Da habe ich herzlich gelacht, denn was soll man wohl zu diesem Thema schreiben, geschweige denn Tipps geben, wenn man so wie ich im Koffer packen eine komplette Niete ist. Ich hasse Koffer packen wie die Pest und drück mich schon seit einigen Tagen davor. Das ist nicht gut, denn in drei Tagen starte ich mit meiner Familie in die großen Sommerferien. Das wäre alles so schön, wenn das lästige Koffer packen nicht wäre. Ich tue mir total schwer damit, mir vorzustellen, was ich wann anziehen könnte, welche Temperatur es dann wohl ist und ob es hübsch aussieht und obendrein noch praktisch ist, für das was man so vor hat.

Eine meine Schwestern sagte dann vor kurzem auch noch zu mir, schreib mal was zum Thema sinnvoll Koffer packen. Als ich Ihr gesagt habe, dass ich selbst gerne wüsste wie das geht, meinte sie nur, der Blog müsste ja nicht immer one way sein, ich könnte ja meiner Leser nach Ratschlägen fragen. Klar gibt es Listen, die man schreiben könnte, aber darin bin ich auch soooo schlecht. Ich habe niemals do-to- Listen oder Einkaufslisten, ich habe das alles im Kopf – oder auch nicht 😉 Die letzten Male, die ich allein aushäußig übernachtet habe, hatte ich entweder keine Zahnbürste dabei oder nichts zum Schlafen. Ich hab mein Ladekabel im Hotel vergessen und meinen Re – usable Coffee to go Becher vergesse ich, wie meine Sonnenbrille und neuerdings den Vergrößerungsspiegel für meine neuen Kontaktlinsen (man wird nicht jünger).

Nicht, daß ich es nicht schon mal mit Listen versucht hätte. Aber das war auch kein Erfolg, denn ich hab zwar Sachen drauf geschrieben und diese dann auch brav eingepackt. Nur hat dann am Ende doch etwas gefehlt, weil die Liste nicht vollständig war, weil ich da auch schon Dinge vergessen habe und nicht drauf geschrieben habe – einfach hoffnungslos!

Ich bin so der Typ: Morgens den Schrank aufgemacht und aus der Fülle der Möglichkeiten angezogen, was die Tagesverfassung eben so hergibt. Heute rot ? Oder lieber doch nicht ? Leider gestern zu viel gegessen? Dicker Bauch, also doch nicht das enganliegende Kleid. Ach menno, es ist aber auch schwer. Wie löst Ihr denn dieses Dilemma? Augen zu und durch? Einfach anziehen, was man gerade so da hat, auf die Gefahr hin, sich den ganzen Tag nicht richtig angezogen zu fühlen? Zu heiß, zu kalt?

Und nicht nur das: nach einer kleinen Umfrage im Freundeskreis packen 90 % der Frauen für sich und die Kinder, während der Mann nur für sich packt und zwar ausschließlich für sich selbst. Na ja, so ist das hier auch. Psssst, es geht aber auch noch schlimmer: einige Frauen packen sogar auch noch für ihre Männer die Kleider ein. Puhh, Glück gehabt.

Ob FKK Urlaub eine Lösung sein könnte ;-)?

Und mal von den ganzen Klamotten abgesehen denke ich immer bevor man los fährt: Krass, was man alles so braucht für lächerliche 2 Wochen. Ich versuche immer so wenig mitzunehmen wie möglich, weil ich es eigentlich für komplett übertrieben halte nicht in der Lage sein zu können, mal mit weniger auskommen zu können. Ich habe von Leuten gehört, die nehmen sogar ihre Wiskey Gläser mit in die Ferienwohnung 😉 Ja, kann man machen – aber muss man nicht, oder doch?

Habt Ihr nicht Tipps für mich, wie man richtig sinnvoll Koffer packt? Wie schafft Ihr das immer, ohne durchzudrehen und nichts zu vergessen? Wann fangt Ihr damit an?

Ich habe jetzt mal angefangen, die Sachen auf dem Boden auszubreiten, die ich unbedingt mitnehmen möchte für mich – zumindest was die Kleidung betrifft. Rollt Ihr Eure Sachen, oder faltet Ihr sie ?

Und wenn man alles sinnvoll eingepackt hat, muss man ja auch noch die Wohnung/Garten/Haus/Kühlschrank/Pflanzen gut versorgt zurück lassen! Spätestens wenn man das alles geregelt hat, ist man komplett urlaubsreif – ich zumindest. Und plötzlich schleicht sich dann auch der Gedanke ein, dass man das alles auch wieder ausräumen muss und waschen muss!

Aber gut! So ist das eben. Besser so, als gar kein Urlaub oder? Apropos: ich mache mit meinen Männern einen Roadtrip durch Südengland. Ich melde mich unterwegs mit einem Blogbeitrag von dort und wenn Ihr wollt, dann folgt mir doch auf Instagram und Instastorys, da gibts bald ganz viel zu sehen!

Liebste heiße Urlaubgrüße und immer her mit den guten Ratschlägen!

 

13 comments

  1. Jeanett says:

    Das kenne ich nur zu gut. Koffer packen ist echt der reinste Stress und ohne unsere leider viel zu lange Packliste würde das auch nie funktionieren. Das wäre auch schon der einzige Tipp, den ich dazu habe und versuchen, nicht durch zu drehen 🙂

    • Julia says:

      vielleicht habe ich einfach noch nie eine gescheite Liste gehabt und muss der ganzen Sache nochmal eine Chance geben.

  2. Andrea says:

    Ich verteile erst mal alle Kleidungsstücke, die ich mitnehmen möchte auf dem Bett. Dann suche ich mir pro Tag einen Rock oder Hose aus. Der Rest an Röcken und Hosen wandert wieder in den Schrank. Zu jedem Unterteil zwei Oberteile. Dabei achte ich darauf, das alle Oberteile zu jedem Unterteil passt. Der Rest wandert wieder zurück in den Schrank. Nun schaue ich, ob ich noch Kleider mitnehme. Pro Kleid wandert wieder ein Set Unterteil mit Oberteilen in den Schrank. Dazu drei paar Schuhe, eines ziehe ich an, zwei in den Koffer. Auch diese passen zu jedem Outfit. Eine Jacke die zu allem passt. Sollte der Koffer zu voll sein, wird wieder ein Set oder ein Kleid in den Schrank geräumt. Mit diesem System komme ich seit Jahren zurecht.

    • Katrin says:

      Das hört sich gut an 😉
      Schwieriger als das Packen, finde ich es tatsächlich die Wohnung ordentlich zurückzulassen. Das kann echt die Stimmung vermiesen, wenn es nach dem Urlaub schlimm aussieht. Ich habe tatsächlich auch eine Liste. Die erinnert vor allem daran, wenig mitzunehmen. Überall kann man waschen und ich hab keine Lust alles mitzuschleppen. Zu Hause würde ich auch waschen. Je nachdem was man für Urlaub macht und wie lange, hat man eigene Badetücher dabei, das ist dann ganz angenehm, wenn die mal ne Runde drehen zwischendurch und im Zweifel kann ich soviel mitnehmen wie ich will, weil sicher ein Kind eine Sorte Kleidungsstück in irgendeiner Form komplett durchbringt. Daher müsste ich meist eh waschen. Die Kinder wissen wohl nicht, dass ich eine Liste habe und sie sich daran halten sollten 😉

      • Julia says:

        Liebe Katrin, ja so bin ich es die letzten Jahre auch gewohnt gewesen, dass man mal zwischendurch waschen kann, das ist dann besser planbar und stressfreier. Da ich dieses mal in kleinen b&B´s übernachte, wird das glaube ich nicht möglich sein. Vielleicht ist das eine gute Möglichkeit mal einen englischen Waschsalon auszuprobieren, so wie in den Filmen. Das hab ich noch nie gemacht 😉 Mal schauen. Und ja mit den Kindern ist das immer so eine Sache! Da kann mal das ein oder andere Malheure passieren und schon ist die Liste im Eimer! Lieben Dank für Deinen Kommentar und liebe Grüße!

    • Julia says:

      Liebe Andrea! Wow! Das klingt nach einem ausgeglügelten System. So was hab ich noch nie gehört und gemacht, aber es scheint zu funktionieren. Sehr sehr cool.Ich versuche es mal umzusetzten, wobei der erste Punkt schon schwierig ist: alles Kleidungsstücke auf das Bett legen. Ich muss ehrlich zugeben, ich habe so viele Sommerklamotten, wenn ich die alle auf das Bett legen würde, würde man das Bett nicht mehr erkennen und käme jemand dazu würde er denken, es wäre eingebrochen worden und Irre hätten meine Wohnung verwüstet. Schon erstaunlich, was in einen Schrank so alles reinpasst 🙂 Liebe Grüße und vielen vielen Dank

  3. Hannah says:

    Oh wie schön nach Südengland! Das steht auch auf unserer To-Do-Liste für die nächsten Jahre!
    Nachdem wir letztes Jahr mit unserem Minicamper zu viert 6 Wochen durch Schottland gecruist sind und extrem minimalistisch auskommen mussen (2 Pullis, 2 Hosen, 2 T-shirts usw…) bin ich seither extrem entspannt geworden was Koffer packen oder in unserem Fall Busschublade betrifft. Ich packe für die Jungs das was grad auf der Wäscheleine getrocknet ist, einen Tag vorher gemütlich in ihre Schublade im Camper, für mich gibts jeweils meine aktuellen Lieblingskleider – egal ob praktisch oder nicht – und für jeden eine Outdoorgarnitur.
    Ich liebe es im Urlaub absolut unperfekt zu sein. Ich hinterlasse zwar so gut es geht das Haus sauber und ordentlich (damit danach das Urlaubsgefühl nicht direkt beim Haustüre betreten in den Keller marschiert) aber was Klamotten betrifft liebe ich es ungezwungen und nehme tatsächlich das was ich als erstes greife wenn ich morgens die Schublade aufziehe.
    Irgendwo wird dann mal gewaschen und wenn ich während der Reise das Gefühl habe ich bräuchte doch einen schwarzen Cardigan dann kauf ich mir eben einen 🙂 Das ist doch das schöne!
    Aber was mir grade noch einfällt, ich nehm bewusst schöne Sachen mit, damit es auch schöne Urlaubsfotos gibt -hauptsächlich für die Jungs. Egal ob die teuer waren oder besonders sind. Das gibt dann auch ein besonderes Urlaubsgefühl und die regenbogengestreifte Frotteejacke an meinem Sohnemann während er barfuß dem Sonnenuntergang entgegen läüft wird mich noch lange an den wunderbaren Urlaub erinnern.
    Ich freu mich total auf deinen Reisebericht! Wo wollt ihr denn nächtigen? Camping oder B&B?
    Verschwitzte Grüße, Hannah

    • Julia says:

      Hallo liebe Hanna!
      Vielen Dank für Deine sehr ausführliche Nachricht. Echt toll. Da sind ein paar schöne Gedanken dabei. Die schönen Sachen einpacken für eine besondere Zeit und das sollte der Urlaub ja sein, finde ich toll. Nichts aufheben, für was auch? Die Erinnerung auf den Urlaubsbildern ist dann so viel mehr wert. Ich werde daran denken und kaufen werde ich mir vermutlich auch was (hoffentlich 😉 ).
      Wir werden in kleinen B&B´s übernachten, alles ganz persönlich und es wird bestimmt mega viele Fotos geben. Toll, dass Du Dich darauf freust. Eine Schottland Rundreise war bestimmt ebenfalls sehr toll! Ganz lieben Dank nochmal für Deine Gedanken – Julia

    • Claudia B. says:

      Hannah, wir könnten zusammen verreisen. Ich halte es genau so. Lieber zu wenig als zu viel.

      Zur Not kann man ja auch vor Ort immer was kaufen.

      Als ich noch jünger war, hatte ich auf einer Reise mal viiiel zu wenig Klamotten mit. 2 Hosen für 3 Wochen. Und die Hose, die ich an hatte, da hat mir ein „Irrer“ Bier drauf gekippt. Ich hab trotzdem den Urlaub meines Lebens gehabt.

      Julia, Zahnbürste vergessen, ist mein Klassiker. Hab ich schon oft gehabt.

      Lustig war auch als ich aus dem Wäscheberg, der direkt aus der Waschmaschine kam, Socken und Unterwäsche raus sortiert habe zum mitnehmen. Als ich los bin, hab ich geguckt, ob die Sachen noch da liegen. Als sie weg waren, dachte ich, ich hab sie schon in den Koffer gepackt. Nö mein Mann hatte sie in den Schrank gelegt. Also war ich ohne Socken und Unterwäsche. Aber da war zumindest die Zahnbürste dabei ;-).

  4. Sabine says:

    Liebe Julia,
    ich hasse es ebenfalls Koffer zu packen und fange daher auch immer erst zwei Tage vor dem Urlaub an mir die Sachen auf ein Gästebett zu legen. Falls man eine Ferienwohnung oder ein Appartment hat ist ja in den meisten Fällen eine Waschmaschine vorhanden und man kann zwischendurch mal was waschen. Wichtig ist immer eine alte Urlaubsliste vom Vorjahr, die lege ich mir hin, einige Dinge verschwinden und andere kommen hinzu. Früher hatte ich nie eine Urlaubsliste, aber die ganz groben Punkte, wie z.B. Waschzeug, Strandsachen, kuzre und lange Hosen, Röcke und Blusen uws. helfen ungemein. Wichtig ist nicht zu viele Kleider (obwohl du so schöne besitzt) mit zu nehmen, lieber Sachen die Du gut kombinieren kannst, also mehr Röcke. Am Schwierigsten finde ich immer die Schuhe, da kann ich mich ganz schlecht entscheiden und da ich mir im Urlaub meistens ein Paar kaufe, lasse ich dann kurz entschlossen welche zu Hause. Dieses Jahr habe ich endlich ein paar hübsche Schweden Clogs gefunden. Euch einen wunderbaren Südenglandurlaub. liebe Grüße Sabine

  5. Anni says:

    Hey Julia!
    Ich habe auch gerade in einem Forum darüber geschrieben, dass die Anreise mich immer total stresst. Hab‘ ich alles Wichtige eingepackt, ist der Koffer auch nicht zu schwer und was, wenn ich den Bus verpasse, oder gar den Flieger? Ich kann mich auch wirklich erst entspannen, wenn der erste volle Urlaubstag begonnen hat. Und ich beneide Leute, die ganz entspannt sagen: „Kreditkarte und Ausweis hab‘ ich. Alles andere ist nicht notwendig.“
    Vor meiner 3-wöchigen USA-Reise habe ich mich mit minimalistischem Packen beschäftigt und dann auch wirklich nur das Notwendigste mit gehabt. Und bin gut damit ausgekommen. Wir hatten dort auch keine Möglichkeit etwas zu waschen und außerdem gab es ja die Gepäckbegrenzung.
    Tipps, die ich mir gemerkt habe:
    – Teile einpacken, die man gut miteinander kombinieren kann, z.B. die schwarze Leggings, die zu mehreren Oberteilen/Kleidern passt. Und die, gemeinsam mit der Strickjacke, das luftige Sommerkleid für kühlere Temperaturen tauglich macht.
    – Kleidungsstücke rollen und in „Packing Cubes“ quetschen. Ist auch super für Ordnung im Koffer.
    – Das Schwierigste: wirklich nur wenig mitnehmen. (Denn da hängen doch diese 8 wunderschönen Sommerkleider im Schrank und zu Hause kann man die so selten anziehen und welches davon soll man denn zu Hause lassen, die sind doch alle soo schön.)

    Außerdem habe ich immer, immer, immer Packlisten. Ohne würde ich überhaupt nicht klar kommen. (Bin allerdings generell ein Listentyp) Über die Jahre habe ich Excel-Listen für verschiedene Urlaubsarten angelegt (1 Wochenende Winterurlaub, 2 Wochen Zelten im Sommer, Sommerurlaub Hotel, etc.) und kann mir die passendste raussuchen, um ein paar Extra-Sachen ergänzen und fertig.

    Liebste Grüße,
    Anni

  6. Kathrin says:

    Also ich kann dir auch nur den Tipp mit der Liste geben, vorher hatte ich auch immer Probleme bzw. Stress dabei. Der Trick ist aber sie nur einmal zu machen und nicht jeden Urlaub wieder. Du schreibst sie am Computer, am besten nach Kategorien geordenet, Klamotten, Kosmetik, Apotheke, …dann druckst du sie aus, wenn du was vergessen hast schreib es direkt dazu und ergänze es später auch in der Datei, so bekommst du nach sptestens 2 Urlauben eine perfekte Liste die du nur abarbeiten musst. Das geht bei mir damit so schnell und ich muss mir eben nicht beim packen den Koopf zermartern was jetzt noch fehlen könnte.
    Nur das ertse Mal ist es etwas aufwendig die Liste zu erstellen, aber danach ist es einfach super leicht damit zu packen.
    Viele Grüße Kathrin

  7. Kerstin says:

    Ich ziehe mich immer in Gedanken an während ich packe: Unterwäsche , Socken, Hose, Pulli etc. Auch die Kosmetikartikeln gehe ich so durch: unter Dusche brauche ich….
    Ich versuche auch immer gut kombinierbare Kleidungsstücke mitzunehmen. Außerdem eine lange Hose und eine Regenjacke, beim Zelten auch eine Mütze.

    Ich fahre nie wieder weg ohne die Mülleimer zu leeren und die Spülmaschine zu starten. Das ist mir einmal passiert und war der totale Horror!! Alles andere muss nicht so superordentlich sein.

    Ansonsten: oft wegfahren. Jedes Mal wird das Packen einfacher 🙂

    Viel Spaß 🙂

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