Möbelmesse Köln 2020

Und wieder ist ein Jahr vergangen, seid der letzten Möbelmesse in Köln. Ich hab mich wieder mal dort umgesehen und für Euch ein paar Inspirationen und Trends geknipst. Dieses Jahr fiel mir unter anderem auf, dass viele plüschige Oberflächen verarbeitet wurden: Teppiche also genauer gesagt Auslegeware wurde verwendet und hält wieder in den Wohnzimmern Einzug. Aber nicht nur auf dem Fußboden wird es flauschig, sondern auch die Oberfläche und die Bezugsstoffe für Sofas waren plüschig gestaltet. Materialmix wohin man schaut.

Die Farben waren teilweise immer noch pudrig und erdig, aber auch teilweise kräftige Blau und Orangetöne gab es zu sehen.

Auffällig war, dass Esstische überwiegend rund gestaltet wurden und viele davon in der Mitte Platten aus Marmor oder Holz hatten, die man drehen kann. Multifunktionale Verwendungsmöglichkeiten sind gefragt.

Gardinen feiern ein Comeback – ebenso wie dekorieren mit Trockenblumen und Fundstücken aller Art.

Viele tolle Lampen in organischen Formen und in unterschiedlichen Materialien gab es zu sehen, die jeden Raum aufwerten und als tolles Highlight eingesetzt werden können.

 

5 comments

  1. andrea says:

    sehr schöne bilder!

    ich hab gemerkt, ich schau das gerade mit sehr gemischten gefühlen an. auf der einen seite empfinde ich ganz stark die freude am gestalten und verändern. auf der anderen seite wird diese freude gedämpft: ist es das, was die welt gerade braucht? könnte man nicht stattdessen mit dem geld anderes tun?
    ich weiss keine allgemeingültige antwort drauf, klar. aber spontan fällt mir ein: gestern haben wir einen tatort geschaut, wo auch unterkünfte für geflüchtete zusehen waren und die tristesse, die da oftmals vorherrschen ist.
    generell im sozialen wohnungsbau.

    ich wünsche mir eine welt, wo wir unsere fähigkeiten, unsere energie und unser geld dafür einsetzen, wohnträume für alle zu schaffen (mensch & tier…)

    und während ich dies schreibe rattert mein gehirn, wo/wie ich heute damit anfangen kann…

    irgendwie so 🙂
    danke liebe julia für die inspiration!

    • Julia says:

      liebe andrea! ich kann das gut verstehen! ich habe auch oft solche gedanken wie: – macht das alles noch sinn? brauchen wir das wirklich? sollte ich nicht was anderes tun ?
      dann denke ich wieder: man kann ja nicht immer von sich auf andere schließen. nur weil ich vielleicht mittlerweile weniger konsumgüter kaufe wie beispielsweise deko, weil ich einfach keine mehr brauche, dann heißt das ja nicht, dass das für alle so sein muss. außerdem versuche ich ja hier auch immer ein beispiel dafür zu sein, dass man mit flohmarktfunden auch wunderbar leben kann. die kombiniert mit stücken, die vielleicht von bestimmten marken sind oder von gewisser qualität, damit wir sie nicht nach zwei jahren wieder auf den müll werfen. ich hoffe, das kommt hier auch so rüber. dieser blog und meine arbeit mit dem wohnungseinrichten für kunden, ist mein leben (neben meiner familie) und alles hinzuschmeißen und zu sagen, ich mach nun alles ganz anders, würde auch nicht funktionieren. ich glaube jeder muss sich über sein verhalten bewußt werden, sich jederzeit hinterfragen und viele kleine schritte machen im konsumverhalten. ich habe da auch keine allgemeingültige antwort darauf. fest steht für mich nur: wir sind wie die dinge mit denen wir uns umgeben. ich kann nicht leben, mit sachen um mich herum, die ich hässlich finde. das würde mich auf dauer zu einem unglücklichen und kranken menschen machen. mein beitrag hier und hoffentlich damit auch immer mehr durch aufträge soll sein, farbe und schönheit in die welt zu bringen. ob das jetzt in privatwohnungen so ist, in cafes oder in sozialen einrichtungen (die habe ich auch schon eingerichtet). wenn man menschen in ein schönes umfeld setzt, glaube ich daran, dass es ihnen besser geht. und das was man im kleinen schafft, hat wiederum auswirkungen auf weitere dinge und wiederum auf weitere. kannst du mir noch folgen? ich finde deinen kommentar super und finde eine diskussion darüber wichtig und sinnvoll. danke dafür!

  2. andrea says:

    liebe julia, und ob ich dir folgen kann 🙂 vielen dank für deine antwort. genau das hab ich gemeint. weil ich weiss, wie wichtig für mein wohlbefinden und meine leistungsfähigkeit ein ‚artgerechtes‘ (im doppelten wortsinn 😉 ) zuhause für mich ist, kann ich mir gut vorstellen, dass es anderen menschen auch so geht. und ja, nicht jeder braucht das so explizit. aber die wahl zu haben ist wichtig & ein ausdruck von anerkannter würde…muss gerade an die glückshäuser denken, wo du ja auch immer wieder so wunderbar und achtsam in hinblick auf resourcen dein bestes gibst 🙂

  3. Katrin says:

    Hey,
    die Farben gefallen mir gut, ebenso die Lampen.
    Und mit zwei kleinen Kindern liege ich ja voll im Trend. Mit Fundstücken dekorieren ist hier total angesagt. Zwar nicht immer nach meinem Geschmack, aber gut 😉
    Und dann auch noch solche Kommentare. Schön, dass immer mehr Menschen ihr Verhalten hinterfragen. Aber darum lese ich so gerne hier: weil du eben nicht nur Design Möbel rumstehen hast!
    Und mir geht es ähnlich: wäre hier alles dezent/ Ton in Ton/ womöglich tatsächlich hässlich, ich würde irgendwann nur noch schlecht gelaunt sein! Her mit der Farbe!

  4. Petra says:

    Schöne Farbkleckse und interessante Kommentare.
    Ein Grund warum ich deinen Blog so gerne mag ist das du nicht zu den Interiorbloggern gehörst bei denen alles schwarz, weiß, natur ist. Die kann man kaum unterscheiden denn überall stehen die gleichen überteuerten Trendobjekte rum-langweilig
    Bei dir entdeckt man immer was neues und deine Flohmarktfunde sind spitze! Wann muss man aufstehen um solche Schätze zu ergattern? Steht jedenfalls ganz oben auf meiner Liste: Flohmarktbesuch.
    LG Petra

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