Nordjüdland Teil 1

Heute melde ich mal aus der nördlichsten Region Dänemarks bei Euch. Viele folgen mir ja schon über Instagram Stories, in denen ich schon einige Urlaubsfotos mit Euch geteilt habe.

Ich bin hier mit meiner Familie in der Nähe von Blokhus ganz oben im Norden in einer traumhaften Dünenlandschaft direkt am Meer. Eingebettet mitten in der Natur liegen hier einige Ferienhäuser, die so konzipiert sind, dass sie sich perfekt in die Landschaft einfügen und durch die niedrige Bauweise und das Grasdach kaum von der Umgebung zu unterscheiden sind. Wunderschön finde ich so etwas und es hat in manchen Momenten den Anschein, als befinde man sich am Filmset von Herr der Ringe aus dem Hobbitland.

Die ersten Tage war es sonnig, aber nicht allzu warm, aber seit einer Woche braucht man nur noch Sommerkleidung – zum Glück ist es aber nicht so heiß, wie derzeit in Deutschland.

Hier ist von der Corona Pandemie nicht viel zu merken, denn es ist so einsam hier, da kommt man sich nicht ins Gehege und eine Makenpflicht gibt es hier auch nicht. Die Strände werden mit Autos befahren, da ist ebenfalls viel Abstand garantiert. Ich finde es hier ziemlich entspannt, die Dänen sind freundlich und total ungestresst – eben dieser hygge way of life 😉

Ich nehme Euch jetzt einfach mal mit in meinem Bildern:

Die Wanderdüne von Rubjerg Knude ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Man bekommt bei Wind zwar eine ordentlich Menge Sand ins Gesicht geweht, aber der Ausblick von der anderen Seite in Richtung Klippe macht das wieder wett.

Gut gefallen hat mir die Stadt Skagen. Dort gibt es ein schönes Kunstmuseum und ein noch tollerer Vintage Laden im alten Bahnhofsgebäude! Unbedingt anschauen.

Es gibt an vielen Ecken in Dänemark kleine handgeschriebene Schilder mit der Aufschrift Loppe, was so viel heißt wie Flohmarkt. Dort kann man immer anhalten und Sachen entdecken. Meistens ist dort aber nur Haushaltsware der relativen Neuzeit und Krempel zu finden. Die tollen alten Sachen gibt es dann eher in Läden mit der Aufschrift Vintage oder Antik oder Design. Die haben dann allerdings auch ihren Preis. Nicht übermäßig teuer, aber auch keine Schnäppchen. Am Besten für Leute, die tatsächlich noch was brauchen und auch mehr als einen Euro bzw. Krone ausgeben wollen. Schön zum Anschauen ist es aber allemal und ich hab noch nirgends so viel Auswahl gesehen.

Lakritzliebhaber sollten auf keinen Fall das typische Softeis mit Salzlakritzstreusel verpassen, dass schmeckt mega.

Mein Fundstück vom sonntäglichen Flohmarkt sind alte dänische Kleiderbügel, die kann man immer gebrauchen.

Apropos gebrauchen: wirklich sinnvoll ist hier ein kleiner Klappstuhl oder Klappliege für den Strand oder zumindest eine Decke, mit einer beschichteten Unterseite. Der Strand ist sehr feucht und hart, darum kann man auch mit dem Auto drauf fahren, aber etwas unbequem zum drauf liegen. Das man mit dem Auto direkt auf den Strand fährt fand ich am Anfang etwas befremdlich, aber dann ziemlich praktisch, kann man doch alles für alle Eventualitäten ins Auto knallen und muss nichts ewig lang schleppen. Außerdem ist es auch öfter mal warm, dann wieder kühl durch den Wind und so kann man sich auch mal ins Auto setzen, Musik hören und von dort aufs Wasser schauen. Fährt man mit Kindern, macht ein Neopren Anzug wirklich Sinn, denn das Wasser ist logischerweise wirklich kalt.

Bald zeige ich Euch die tolle Stadt Aalborg und verrate Euch noch mehr Tipps – bis bald aus Dänemark!

5 comments

  1. Sabine says:

    Was für schöne Bilder von Eurem Urlaub, tolles Ferienhaus, aber eines kann ich nicht verstehen, an den Strand wird mit dem Auto gefahren??? Der Umwelt zu Liebe, das hab ich ja noch nie gehört. Hauptsache Ihr habt eine schöne Zeit im Norden. lg Sabine

    • Julia says:

      Hallo liebe Sabine,
      so schön wieder von Dir zu lesen. Also in Dänemark sind viele Strände und vor allem die hier in Nordjüdland sogenannte Autostrände. Das heißt fast niemand läuft zum Strand und statt Parkplätzen vor dem Strand wird einfach mit dem Auto auf den Strand gefahren und vor der Wasserkante oder in der Nähe geparkt. Das ist hier möglich, weil der Sand ganz hart ist und man beim Fahren nicht versinkt und zum anderen weil die Strände so breit sind, dass das möglich ist. Hier also völlig normal mit dem Auto direkt an Meer zu fahren!

  2. Jans Schwester says:

    Das sind soooo schöne Bilder und es hört sich alles echt toll an! Ich finde zwar Autos am Strand auch irgendwie eigenartig, aber so wie du es beschreibst scheint es Sinn zu machen. Und umwelttechnisch spielen die paar Meter, die ein Parkplatz entfernt wäre ja dann auch keine Rolle…
    Die Dünen und der Strand sehen soooo schön aus, und ich liebe es sowieso etwas kühler. Diese tollen Geschäfte und Cafés, ach es überrascht mich nicht wirklich, kommt immerhin seeehr viel schönes Design eben gerade aus Dänemark! Und die Museen, die du in deinen schönen Stories gezeigt hast, finde ich atemberaubend!! Alles in allem bin ich direkt angefixt…ich werde definitiv bei unserer nächsten Urlaubsplanung einen genauen Blick in diese Richtung werfen und evtl. nochmals genauere Tipps einholen, wenn ich darf. Dankeschön für’s mitnehmen 😘

  3. Pamela says:

    Die Landschaft sieht traumhaft aus! Da will ich auch hin. Danke für den Tipp! Und die schönen Teetassen haben es mir auch angetan… Bringst du davon ein paar mit 😉

  4. Iris says:

    Ach, wunderschön. Genau in so einem Häuschen in den Dünen war ich dort auch mal. Und ja, es ist normal mit dem Auto an den Strand zu fahren ☺

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