Die neue Wand im Esszimmer

Schon seit Jahren bin ich ein großer Fan von einem Vintagegemälde. Es stammt von dem russischen Maler Vladimir Tretchikoff aus dem Jahr 1952 . Darauf zu sehen eine Chinesin, ein Mädchen, dass der Maler zufällig in einer Wäscherei in Südafrika traf und sie bat, ein Porträt von ihr anfertigen zu dürfen. Dieses Bild ist wohl sein bekanntestes Werk und es wird aufgrund des verwendeten Hauttones auch „the green lady“ genannt.

Da ich aber noch auf keinem Flohmarktbesuch ein Druck des Gemädes gefunden habe, war ich unglaublich angetan, als ich eine Tapetenfirma aus Südafrika gefunden habe, die viele Gemälde von Tretchikoff auf Tapete druckt. Und warum denn ein kleines Bild kaufen, wenn man es auf einer ganzen Wand haben kann 🙂

Die Wand hinter dem Esstisch ist eigentlich seit 10 Jahren unverändert und so habe ich mich dazu entschieden, das das Chinese Girl nun hier wohnen darf.

Ich bin wirklich total happy mit der neuen Wand, die Wirkung ist echt mega gut 🙂

Drei Stunden Zeit und 200 Euro

Ich komm mir schon vor, wie beim Speed Dating oder auf der Rennstrecke beim Reifenwechsel. Dieses Mal musste es noch schneller gehen und das Budget war noch geringer: verschönere zwei kleine Einzimmerapartments in drei Stunden und mit maximal 200 Euro. Okay! So habe ich mich der Herausvorderung gestellt und bin ins hessische Gießen gefahren, wo sich die Wohnungen befinden. Die Möbel waren allesamt schon vorhanden und sollten auch weitestgehend so bleiben. Da die Zeit dieses Mal wirklich knapp war, habe ich mich für einen Trick entschieden. Statt die ganzen Wände zu streichen, habe ich nur Farbfelder gemalt, mit einer Restfarbe, die ich noch übrig hatte. Der Effekt hierbei ist, nichts abzukleben, keine akkuraten Kanten zu malen. Dadurch bekommt man einen interessanten und coolen Effekt und es geht wie Ihr Euch schon denken könnt noch schneller 🙂

Viel Wind bei der Gestaltung machen immer Bilder und Kissen. Das geht Ruck-Zuck und kostet nicht viel. So habe ich viele Bilder vom Flohmarkt und aus dem Sozialkaufhaus und ebenso die Kissen. Ein wenig Grünzeug und noch ein zwei Regale, dass ist gar keine Hexerei. Das teuerste Stück war eine Hängeleuchte aus dem Baumarkt für 49 Euro, statt dem Deckenstrahler. Das musste aber wirklich sein, macht viel her. Und fertig ist das Styling!

Was meint Ihr!?

VORHER:

NACHHER:

Und dieses Apartment VORHER:

NACHHER:

Die Gardinen geben einem Raum auch gleich nochmal einen Schliff. Die alten habe ich ersetzt, ich hatte Glück reduzierte im Baumarkt gefunden zu haben. Fertig ist die Aufgabe!

Homestory in der Sense of Home

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Ach, es ist jedes Mal wieder eine Überraschung, wie Leute reagieren, die zum ersten Mal in mein Zuhause kommen. Vor einigen Wochen hatte ich Besuch von einem Fotografen, der für das Magazin Sense of Home Fotos von mir und meinem Zuhause machen sollte. Jeder hat einen anderen Blickwinkel auf Dinge und jedem fallen dann auch andere Sachen auf. Ich war sehr auf die Fotos gespannt, die er gemacht hat und letzten Freitag ist das Heft dann auch im Zeitschriftenhandel erschienen. Auf insgesamt 10 Seiten (voll verrückt) sind Fotos und Text zu sehen. Dieses Mal musste ich für den Fotografen auch aus dem Fenster auf die Straße runter winken und vorbeilaufende Passanten dachten auch gleich es wäre mein Mann, der seine Frau fotografiert, die aus dem Fenster tschüß winkt 😉

Ich habe mich zusätzlich sehr gefreut, weil Okka Rohd das Interview mit mir geführt hat. Bestimmt kennt Ihr sie von Ihrem eigenen Blog, oder aus der Kolumme der Zeitschrift Nido oder vielleicht Ihr eigenes Buch? Ich mag Ihren Schreibstil sehr gerne und wir haben uns gleich gut verstanden. Herausgekommen ist auf jeden Fall ein lustiger Text über mich – Dankeschön liebe Okka! Also, falls Ihr noch nicht genug von mir habt, dann schaut Euch doch mal das Heft an – ich finde es insgesamt sehr gut gemacht (das sag ich nicht nur, weil ich darin bin).

Es gibt eine Sache, die eigentlich nicht in die Zeitung sollte, die vermutlich aber nur mir auffällt: während des Fotoshootings hab ich den Kindern Apfelschnitzen gemacht und um den Apfel abzutrocknen, ein Geschirrtuch benutzt, dass nun verknüllt auf einem Küchenbild zu sehen ist 😉 Keine Absicht, aber echtes Leben, dass dann eben doch durch kommt. In diesem Sinne – viel echtes Leben wünsch ich Euch diese Woche!

Jugendzimmer Make-Over

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Viele von Euch werden jetzt vermutlich traurig sein, denn das Zimmer meines ältesten Sohnes hat seine Farbe verloren. Schon seit einigen Monaten gehört das strahlende Türkis der Vergangenheit an. Ich war ebenfalls sehr traurig darüber, aber darum geht es nicht mehr. So wie das Zimmer einen Wandel durchmacht, so macht auch der Bewohner einen Wandel durch. Dachte ich vor ein paar Jahren noch, das Kind wird groß, so ist es nun tatsächlich optisch jemand anderes und bei den letzten Anpassungen, des Zimmerlooks durfte ich noch mitmischen. Das ist nun wirklich endgültig vorbei und er hat ganz alleine bestimmt, was im Zimmer bleiben darf und wie es auszusehen hat. Also eher minimalistisch, cool und bestimmt nicht bunt – eben ganz anders als ich (seine Mutter) es einrichten würde – und weil ich weiß, dass Abgrenzung dazu gehört, um erwachsen zu werden, akzeptiere ich das auch.

Ich zeige Euch hier mal das Zimmer im Wandel der Zeit. Was fast bei allen Versionen gleich geblieben ist, dass wir/er sich für eine Wanddekoration von ixxi design entschieden hat. Ich habe wie Ihr wisst schon so einige ixxi Bilder in der Wohnung (im Bad, im Wohnzimmer) und dieses Mal hat sich mein Sohn ein Bild von einer Flugshow ausgesucht, natürlich in Grau- und Schwarztönen. Viele kleine quadratische Pappstücke werden mit x – Verbindungsstücken zu einem großen Ganzen zusammengeklickt. Daraus ergibt sich ein Bild, dass aussieht als wäre es gekachelt. Man kann entweder aus den vielen Vorlagen die Ixxi anbietet etwas auswählen, oder seine eigenen Fotos drucken lassen als Collage. Ich liebe die Dinger, da ich den Look richtig cool finde und man keinen Rahmen braucht und man sie auch an schwierigen Wänden super easy hängen kann.

Mit Fuchsbild über der Couch (alle Bilder hier):

Und danach in Türkis mit Stormtrooper Bild:

Und so sieht das Zimmer nun aus:

Der alte Schrank wurde einfach in der Wandfarbe mitgestrichen, damit er quasi wie unauffällig in der Wand verschwindet und nicht zu dominant wirkt. Tja, dies ist nun das sehr reduzierte Styling von einem fast 16 jährigen und gebt Euch bitte keiner Illusion hin, denn wenn ich es nicht gerade fotografieren darf, dann stapeln sich auch hier gerne mal leere Wasserflaschen und gebrauchte Teller 😉 so isses halt ….

Das Ixxi Bild wurde mir zur Verfügung gestellt.

Gepimpte Miniwohnung

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Eine kleine Miniwohnung aufhübschen, dies war mein Auftrag der letzten Woche. Ein etwas in die Jahre gekommens Miniapartment, dass möbliert vermietet wird, sollte etwas gepimpt werden.

Dieses Mal hatte ich mich für einen Sandton für die Wände entschieden, den ich mit Natur und Schwarztönen kombinieren wollte. Der PC Tisch wurde entfernt und durch einen schöneren Schreibtisch ersetzt. Den Fernseher habe ich an die Wand gehängt, denn so konnte der Platz genutzt werden, um einen zusätzlichen Sitzplatz zu gewinnen.

Die Highlights in dieser Wohnung sind die gerahmten Bilder, die es besonders machen, denn Größe allein ist nicht alles. Ich habe sie bei Posterstore gefunden, da gibt es jede Menge schöner Drucke in unterschiedlichen Größen. Vor allem aber sind sie so erschwinglich, dass sie gut in mein Low-Budget Auftrag gepasst haben. Gerade bei Wohnungen, die nicht aufgrund ihrer Größe punkten können, ist es total wichtig, dass wenigstens tolle Bilder an den Wänden hängen, um sie regelrecht damit aufzuwerten.

VORHER:

NACHHER:

Also Ihr seht schon, es ist wirklich nicht schwer, eine Wohnung aufzuhübschen: Farbe an den Wänden, tolle Bilder und fein ausgesuchte Accesoires und schon ist es gemütlich 🙂

Die Bilder wurden mir von Posterstore zur Verfügung gestellt

Im Magazin

Diese Woche habe ich mich gefreut über einen achtseitigen Artikel im Wohnen-Magazin über mich und meine Arbeit. Vielleicht habt Ihr das Heft sogar per Post nach Hause bekommen, so wie eine Leserin, die so lieb war und mir Fotos des Artikels geschickt hat! Herzlichen Dank an dieser Stelle dafür. Vielleicht hab ich Glück und meine Ausgabe kommt in den nächsten Tagen ebenfalls noch zu mir nach Hause.

Die Wohnung, die Ihr hier oben auf dem Bild seht, hatte ich Euch hier schon mal gezeigt. Es ist eine meiner Lieblings – Vorher – Nachher – Wohnungen.  Zu cool ist einfach der Effekt von häßlich zu schön und ich hatte viel Spaß bei der Renovierung.

Bald kann ich Euch auch wieder ein neues Make-Over einer Wohnung zeigen, ich arbeite gerade daran.

Bis ganz bald – Julia

Fundstück der Woche: 50er Jahre Garderobe

Eine kleine 50 er Jahre Garderobe ist schon etwas länger in meinem Besitz, aber gezeigt habe ich sie Euch bislang noch nicht. Ich habe sie bei einer Hauhaltsauflösung geschenkt bekommen, wie nett! Was nicht so nett war, ist die Tatsache, dass mein riesiger Kaktus in die ewigen Jagdgründe eingegangen ist 🙁 Ich habe keine Ahnung warum, aber plötzlich ist der Hauptstil von innen total matschig gewesen und komplett umgebrochen. Ich versuche nun die vielen kleinen Seitentriebe zu retten. Allesamt habe ich sie vom Hauptstil abgeschnitten und in Kakteenerde eingepflanzt in der Hoffnung, dass sie austreiben. Weil ich nicht so viel Platz habe, für viele kleine Töpfe habe ich sie in einem Zinkbehälter gepflanzt, den ich neulich neben einer Mülltonne gefunden habe. So wird dieses Gefäß wenigstens wieder verwendet. Von der Wohnzimmertapete hatte ich auch noch Reste, so dass ich sie mit Sprühkleber auf den neuen Kakteentopf drauftapeziert habe.

Ich hab alles zusammen mit der neuen Hakenleiste im Bad auf die Ablage dekoriert und nun hoffe ich, dass die kleinen Grünlinge auch anwachsen. Habt Ihr da eine Idee, warum das mit dem Hauptkaktus schief gelaufen sein könnte? Ich habe nicht viel gegossen, es kann also nicht zu viel Wasser gewesen sein ?!

 

 

Israelisch kochen

Heute gab es bei mir endlich mal wieder etwas Leckeres auf dem Tisch. Nicht etwas, dass ich schon kenne und was schnell geht, sondern ein Gericht aus meinem derzeitigen Lieblingskochbuch „Jerusalem“ von Ottolenghi.  Schon mal habe ich daraus etwas nachgekocht und Euch hier gezeigt. Mit einer meiner Schwestern hatte ich neulich vereinbart, dass wir uns nun immer gegenseitig aus dem Buch bekochen. Es macht einfach mehr Spaß, wenn man es nicht für sich alleine machen muss (meine Familie ist leider nicht so Fan der unbekannteren Gewürze und wenn ich sage: “ Hier, leckeres Gemüse“ dann verstehen sie leider immer: “ Hier Gift für Euch“. Aber keine Sorge, es war wirklich gut und daher kommt heute das Rezept dazu.

Butternusskürbis mit Tahini-Sauce und Za´atar

Und so gehts:

  • 1 großer Buternutkürbis in 2 x 6 cm große Spalten geschnitten
  • 2 rote Zwiebeln in3 cm breite Spalten geschnitten
  • 50 ml Olivenöl
  • 3,5 Eßl. helles Tahini (Sesampaste)
  • 1 1/4 EL Zitronensaft
  • 1 Knobizehe zerdrückt
  • 30 g Pinienkerne
  • 1 EL Za´atar (Gewürzmischung im türkischen Supermarkt erhältlich)
  • 1 EL grob gehackte Petersilie
  • Fleur de Sel oder anderes grobes Meersalz

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Kürbis und Zwiebel in einer großen Schüssel mit 3 Eßl. Öl und 1 Teel. Salz und etwas frisch gemahlenem Pfeffer vermischen. Alles auf einem Backblech verteilen und ca 30-40 Minuten backen. Dabei die Kürbisstücke so auf dem Blech verteilen, dass die Schale nach oben zeigt, wenn möglich. Das Blech anschließend herausnehmen und abkühlen lassen.

Die die Soße das Tahini mit dem Zitronensaft und 2 Eßl Wasser gut verrühren, eine zerdrückte Knobizehe dazu geben und 1/4 Teel. Salz dazufügen.

Das restliche Öl in einer Pfanne erhitzen und die Pinienkerne mit etwas Salz unter rühren anbraten, bis sie ein wenig Farbe bekommen habe. Das Gemüse auf einer Platte anrichten und mit der Soße übergießen. Die grobgehackte Petersilie darüber streuen, ebenso die Pininekerne. Zum Schluß noch mit dem Za`atar bestreuen und mit frischem Pitabrot lauwarm servieren.

Es gab noch andere Gerichte aus dem Buch, wir kochen uns da jetzt mal so durch. Das nächste Mal ist bei meiner Schwester, da zeig ich Euch gerne auch ein paar Fotos… Guten Start in die neue Woche.

Wohnzimmer und Wunschkonzert

Ein Blick ins Wohnzimmer gibt es heute. Es gibt ja immer mal wieder Menschen, die zum ersten Mal auf meinen Blog kommen und mir ist aufgefallen, dass ich schon drei Monate kein Foto in Richtung meiner Lieblingscouch gemacht habe 😉 Mit der neuen Tapete in schwarz-weiß bin ich immer noch sehr happy und aktuell gibts außer immer wieder neuen Blumen hier auch gar nichts, was ich ändern möchte. Demnächst aber wird eine Wand im Esszimmer (also genau in die andere Richtung) neu gestaltet. Ich bin schon ganz gespannt darauf es Euch zu zeigen.

Und apropos Zeigen: was möchtet Ihr gerne hier auf dem Blog noch sehen? Was wünscht Ihr Euch? Welche Beiträge oder Kategorien würdet Ihr gerne öfter hier sehen. Die ist ein kleines Wunschkonzert, eine kleine Umfrage – allerdings ohne Garantie, dass es dann auch tatsächlich umgesetzt wird – es sei denn ich kann es bewerkstelligen. Also schießt einfach mal los, was Ihr gerne hättet.

Habt Ihr auch schon so große Lust auf Frühling? Ich kanns kaum abwarten, in der Sonne zu sitzen und einen Kaffee zu trinken.

Ab nach Hamburg

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Letzte Woche bin ich spontan nach Hamburg gefahren. Zu gerne wollte ich mir noch die Fotoaustellung des deutsch-amerikanischen Fotografen Michael Wolf – life in cities anschauen. In zwölf Installationen sieht man unter anderem Wohnen und Leben in Hongkong. Ihr wisst ja, dass ich für das Thema Wohnen in all seinen Facetten brenne und mich diesbezüglich auch immer interessiert, was das Wohnen in bestimmten Bauten so mit den Menschen macht. Von daher war es ganz spannend und beeindruckend zu sehen, unter welchen Umständen einige Menschen dort leben müssen. Eingepfercht in 9 Quadratmeter große bzw. winzige Behausungen in schier nicht endenwollender Hochhäuserfluten, die lebensverachtend gleichbleibend und riesig gebaut wurden. Wie fühlt man sich wohl, in so etwas leben zu müssen ? Natürlich bekommt man nur eine Ahnung, wenn man sich die riesigen Fotografien anschaut und die Gesichter, der Menschen hinter den Fassaden. Sprachlos steht man in der Ausstellung und ist plötzlich sehr dankbar für die Wohnung, die man hat (auch wenn ich oft rumjammere, dass ein Kinderzimmer fehlt) und eine bedrückende und gleichzeitig faszinierte Anspannung legt sich auf einen. Welchen Stellenwert hat Wohnen? Wie schaffen es die Menschen dort zu überleben und wie glücklich oder unglücklich können Gebäude den Menschen machen?

Die Ausstellung ist leider nur noch bis Anfang März zu sehen, aber wenn Ihr in Hamburg wohnt, dann schaut sie Euch unbedingt an – es lohnt sich.

In dieser Wohnung hängt sogar Deko am Fenster !

Ich wünsche Euch eine schöne, sonnige Woche und bis ganz bald  🙂