Dachterassenfarben

Ich mach mir ganz selten Gedanken, ob etwas zusammen passt oder nicht. Das gilt für Farben, Möbelstücke oder Blumenkombinationen. Ich verlasse mich da immer auf mein Gefühl. Ich frage mich: Hab ich Lust darauf? Wenn ich es mit Ja beantworten kann, dann ist alles gut. So kombiniere ich einfach immer Lieblingsstücke die ich mag und heraus kommt mein für mich eigener persönlicher Stil – der für mich passt. Schön ist es, wenn Ihr es auch mögt, oder ich Euch inspieren kann impulsiver und mutiger zu entscheiden und sich Dinge zu trauen. Auf meiner Dachterasse ist es daher auch nie durchgestylt. Bepflanze tue ich wie es gerade kommt. Töpfe, Obstkisten und sonstige Gefäße können dafür herhalten und Salbei ist neben Camille und daneben vielleicht einfach eine Blume?

Bevor die Blumenpracht dahin ist und die Tage wieder kühler werden, nehme ich Euch heute nochmal mit auf den vorderen Bereich der Dachterasse. Viel zu wenig war ich dieses Jahr dort, aber bei der langanhaltenden Hitzewelle, die dieses Jahr geherrscht hat, war es da einfach auch viel zu heiß 🙂

Eine schöne sonnige Woche voller bunter Bilder wünsche ich Euch!

Fundstück der Woche: Birne

Heute komm ich mit einem ganz billigen Trick daher: ich habe etwas wiedergefunden, dass ich schon besessen habe, aber lange nicht finden konnte 😉 Meine kleine türkise Leuchtbirne war nun mindestens zwei Jahre verschollen und endlich habe ich sie wieder entdeckt. Weil ich mich so darüber gefreut habe, darf sie mein Fundstück der Woche sein. Es ist ja nicht die zweite passende Socke, die man klassischerweise so sucht, sondern ein Dekoteil und von daher passt es doch ganz gut.

Mein herbstliches Arrangement mit gelben Blumen vor türkiser Wand strahlt für mich sehr viel Ruhe aus und sagt, was Ihr wollt, aber ich kann den Herbst schon fühlen. Die Energie der Sommertage ist schon am Abebben und ich überlege zum einen, was man noch alles in den letzten heißen Tagen anstellen kann und zum anderen aber auch, was ich so herbstmäßig dekorieren sollte.

Das Bild ist im Zimmer des ältesten Sohnes entstanden. Das schöne 60er Jahre Sideboard auf dem die Sachen stehen, ist verkauft und wartet auf seinen Abtransport. Mein Sohn benötigt es nicht mehr und schweren Herzens trennen wir uns davon, es passt nirgends sonst hin. So ist alles im Grunde immer im Wandel begriffen und mit dem Wechsel der Jahreszeiten, wird es dann hier auch anders aussehen. Bleibt gespannt 🙂

Pflaumen – Crumble

Kein Spätsommer ohne Pflaumen! Schon allein wegen Ihrer tollen Lila Farbe, mag ich die süßsauren Früchte.

Anstatt Kuchen zu backen, gab es heute also mal ein Crumble. Sehr schnell und sehr lecker. Wenn Ihr kleine Pieformen habt, dann könnt Ihr den Crumble auch in vier kleine Förmchen füllen. Da ich keine besitze, habe ich meine große Tartform benutzt – geht auch.

Hier hatte ich übrigens mal eine Pflaumentarte gemacht und hier gab es leckere Fladen mit Pflaumen in deftig.

Ihr braucht für 4 Portionen:

  • 80 g Cantuccini (ital. Mandelkekse)
  • 110 g weiche Butter
  • 80 g Zucker
  • Salz
  • 500 g Pflaumen
  • 2 EL brauner Zucker
  • Puderzucker zum Bestäuben

Den Backofen auf 170 Grad vorheizen. Die Cantuccini mit einem scharfen, großen Messer nicht zu fein hacken. In einer Schüssel die Cantuccini mit Butter, Mehl, Zucker und 2 Prisen Salz mit den Händen verkneten und dann zwischen den Fingern zu Streuseln zerquetschen und in den Kühlschrank stellen.

Die Pflaumen halbieren und entkernen und in Spalten schneiden. Mit dem braunen Zucker mischen und die Früchte in eine Form geben. Streusel darüber verteilen und den Crumble 25 Minuten in den Backofen geben. Anschließend mit Puderzucker bestäuben und warm servieren.

Wenn Ihr es Euch richtig geben wollt, dann könnt Ihr ja noch Vanille – Eis dazu essen 😉 Schönes Wochenende und nochmal vielen Dank für alle lieben Kommentare zu meiner Schminkecke.

 

 

 

Schminkplatz im Schlafzimmer

Vorbei sind die Zeiten, da ich meinem ältesten Sohn zum wiederholten Male zugerufen habe: ab in die Dusche! Neuerdings braucht er im Bad doppelt so lange wie jeder andere aus meiner Familie. Da wird es morgens, wenn alle gleichzeitig das Haus verlassen müssen, schon mal sehr eng im Bad – bzw. man hat Glück, wenn man nicht vor zugeschlossener Tür steht. Damit die Kinder nicht zur spät zur Schule kommen, weiche ich mittlerweile meistens mit meinem Schminkzeug in den Flur vor den Spiegel aus. Dort ist es aber viel zu dunkel, da kein tageslicht in der Nähe ist und ich mit meinem Zeug nicht weiß wohin.

Nun habe ich ein wenig umgeräumt und konnte einen kleinen Schminkplatz im Schlazimmer integrieren. Das fand ich schon immer sehr mondän (in Filmen sitzen doch die Frauen immer in seidenen Morgenmänteln da und bürsten sich stundenlang ihr wallendes Haar und Pudern sich mit dicken Quasten die Nase 😉 ).

Ich habe das alte hübsche Sperrmüllregal aus dem Flur dort hingestellt. Einen 60er Jahre Flohmarktspiegel darüber gehängt. Meinen Schminkkram darauf verteilt und einen Hocker vom Dachboden geholt. Licht kommt vom Fenster direkt daneben genug, so dass ich es jetzt hell und bequem habe und meinen Männern nach dem Duschen das Bad überlassen kann 🙂

Mals schauen, wie sich meine Idee im Alltag bewährt. Für ein zweites Bad ist leider kein Platz und ohne Lippenstift geh ich nicht aus dem Haus 😉

Fundstück der Woche: Garnrollen

Der Flohmarkt der letzten Woche hat mir ein kleines Dekodetail beschert: alte Garnrollen für 10 Cent das Stück. Die Farben waren einfach zu schön, um sie liegen zu lassen. Bestimmt werdet Ihr sie hier und da mal auf einem Bild entdecken. Hier habe ich sie mit Blumen bestückt. Gelb als Kombifarbe zu Türkis/Grün sieht einfach so sommerlich toll aus und da die Craspedia Blumen sowieso kein Wasser benötigen funktioniert das auch ganz hervorragend 🙂

Erfrischende Momente für Euch und einen guten Start in die neue Woche 🙂

Fliesen statt Holz: VORHER/NACHHER

Neulich erreichte mich eine Anfrage: “ Ich möchte den dunklen Holzboden nicht mehr im Wohnzimmer, sonder Fliesen. Kannst Du schöne für mich aussuchen?“ Da war ich erstmal überrascht, denn eigentlich geht der Trend dahin, sich alte Fliesen (zum Beispiel solche, die in den 90ern immer verlegt wurden), rauszureißen und sie durch Holzboden zu ersetzen. Hier sollte es genau andersherum sein. Ich war erstmal kritisch, denn ich bin kein großer Fliesenfan. Aber ich wurde eines besseren belehrt. Nachdem ich etliche Fliesenstudios abgeklappert hatte, war ich zunehmend begeistert von der großen Auswahl und Vielfalt, die es mittlerweile auf dem Markt gibt. Wenn Holzboden nicht funktioniert, dann kann so etwas tatsächlich eine Alternative sein.

Nun liegt in dem Wohnzimmer ein Boden, den Ihr gar nicht als gefliest warnehmen würdet. Einfach unglaublich. Die Fliesen, die ich ausgesucht habe, sind unglaublich groß – ca. 1,50 auf 0,70 cm und haben eine matte Oberfläche, die aussieht wie helle gebürstete Eiche. Darunter wurde eine Fußbodenheizung verlegt, damit es nicht fußkalt ist und damit die optisch störenden Heizkörper vor dem Fenster verschwinden. So hat man nun zusätzlich Raum geschaffen und kann die Fenster ganz zur Seite schieben und bezieht den Garten in das Wohnzimmer mit ein. Ein völlig neues Raumgefühl.

Mit dem neuen hellen Boden ist auch eine neue Wandfarbe eingezogen. Das Petrolblau von vorher war zwar auch sehr schön, wurde aber beim Umbau beschädigt. Und weil es sowieso neu gestrichen werden musste, habe mich für den Rostpastelton entschieden, den Ihr schon aus meinem neuen Schlafzimmer kennt. Erstens passt er hervorragend zum Sofa, ist ein sehr angenehmer Ton und was am Wichtigsten war: er passt zu den eingesetzten Musterfliesen. Meine Idee war es, den Fliesenboden in Holzoptik nicht komplett zu verlegen, sondern kleine „Teppiche“ mit Musterfliesen einzusetzen, die den Raum optisch gliedern und auflockern. So wurden zum Beispiel vor der Küchenzeile ein Musterteppich verlegt und vor der Haustür ebenfalls.

Ich bin wirklich begeistert von der neuen Raumwirkung: heller, größer und angenehmer. Manchmal lohnt es sich doch, alte Vorurteile über Bord zu werfen.

VORHER:

NACHHER:

Das Wohnzimmer wurde mit neuen Bildern und Kissen und Teppich in den passenden Farben ergänzt. Kleines Rätsel: wer entdeckt den Fernseher?

Wenn man mit Kompromissen arbeiten muss

Ein Auftrag, den ich Euch eigentlich erst gar nicht hier zeigen wollte, ist fertig geworden. Meine Aufgabe war es, eine Dachgeschoß Wohnung (WG) bestehend aus zwei Schlafzimmern, Flur, Bad und Küche zu pimpen. Dieses Mal hatte ich allerdings einige Einschränkungen: ich musste die beiden Sofas, die Ihr auf den Bildern seht verwenden und der Boden, der so gar nicht meinem Geschmack entspricht musste drin bleiben. Jetzt ist es ja so, dass ein Boden eine Wohnung stark aufwerten kann oder eben auch sehr deutlich häßlich machen kann. Leider ist letzteres der Fall. In diesen Zimmern lag ein sehr dunkler und sehr schlechter Laminatboden, der an einigen Stellen stark abewohnt war. Es gab noch Restbestände dieses Bodens, den der Eigentümer vor vielen Jahren gekauft hatte. So wurden die abgewohnten Stellen nur durch neuen Boden ersetzt, der nun zwar neu verlegt ist, aber leider nach meiner Auffassung trotzdem einfach unmöglich ist (zu dunkel, zu unruhig das Muster und es sieht sehr nach Plastik aus). Nun gut, so ist es nun also.

Ich habe versucht das Beste draus zu machen: einige Möbel sind rausgeflogen und neue dafür herein gekommen. Die tolle weiße Deckenlampe habe ich übrigens neulich auf dem Sperrmüll gefunden – ich hatte davon schon ein Foto gezeigt, hier hängt sie nun.

VORHER:

 

NACHHER:

Der Bett-Tisch ist selbstgebaut aus Holz mit Rollen unten dran. So kann man auch im Bett am Notebook arbeiten, einen Film schauen oder essen und wenn man schläft, rollt man den ganzen Tisch einfach nach unten vor das Fußende. Oben an der Wand über dem Bett habe ich einen Gardinendraht befestigen lassen. Daran habe ich als Farbtupfer Stoff gehängt, man kann aber auch mit den kleinen Klemmen die dabei sind, schöne Papierseiten oder Bilder dran hängen 🙂

Herbstboten

Waaaas, warum kommt sie denn jetzt schon mit dem Wort Herbst um die Ecke, der Sommer geht doch gerade erst los? – so werdet Ihr vielleicht bei der heutigen Überschrift gedacht haben. Es liegen schon so viele Blätter von den Bäumen unten, dass ich neulich beim Fahrrad fahren dachte, dass es schon ganz schön herbstlich wirkt. Logisch, dass liegt vermutlich am starken Wassermangel, der derzeit hier so herrscht. Da fallen die Blätter einfach schon eher ab.

Dennoch sind die bunten knisternden Strohblumen, die auf mich immer nostalgisch wirken in ihrer Farbwelt auch immer schon so herbstlich. Die kräftigen Farben lassen mich auch immer gleich an Herbstlaub und Kürbis denken und schon befinde ich mich gedanklich im Herbst.

Aus diesen Strohblumen habe ich schon mal kleine Kränze gebastelt – dies konntet Ihr hier sehen. Dieses Mal habe ich allerdings einfach die Köpfe abgeschnitten und in eine Schale gelegt. Diese Deko kommt auch völlig ohne Wasser aus, denn trocken sind sie ja schon 😉 Finde ich auch ganz süß als Deko für die Fensterbank und vielleicht auch in Kombination mit gesammelten Steinen.

Ist es nicht toll, wie schön die Farben auf dem Blau leuchten? Ich liebe Farben einfach!

Ich hoffe, Ihr könnt die Hitze und die Sonne noch genißen und seid noch nicht gänzlich abgenervt.

Grau und Türkis

Grau und Türkis ist immer eine gute Kombi – nicht neu, aber dennoch schön anzusehen. In diesem kleinen Apartment, dass ich hier einrichten durfte, befand sich noch vor einem halben Jahr eine Toilette. Mehrere Kabinen für ein Herrenklo und ein Damenklo, denn schließlich war das ganze Gebäude mal ein Bürogebäude. Man kann es sich jetzt nicht mehr vorstellen, denn Wände wurden entfernt und versetzt, Fliesen von den Wänden geschlagen und alles auf den Kopf gestellt. Ärgerlicherweise habe ich meinen Vorher Schnappschuss gelöscht und kann Euch nun nicht mehr zeigen, wie ich es vorgefunden habe 🙁

Für die Wände habe ich wie gesagt, eine graue Wandfarbe gewählt, einen hellen Boden und Akzente in türkis, schwarz und weiß. Aus einer alten aufgelösten Arztpraxis habe ich einen Vintageaktenschrank gekauft. Dieser hat in den Schubkästen Böden, so dass man ihn sehr gut für alles mögliche nutzen kann. Die kleine Küche bekommt nie Sonne ab, daher fand ich einen Anstrich in warmem Gelb ganz angenehm. So ist es geworden:

Das war nun erstmal die letzte eingerichtete Wohnung von mir – vorerst 🙂

Ganz schönes Wochenende für Euch alle !

Apartment mit Punktetapete

Die vorletzte Miniwohnung, die ich von insgesamt 16 Apartments in einem Haus in Gießen einrichten durfte ist fertig geworden. Aus meinem Urlaub in Italien habe ich teilweise Anweisungen und Erklärungen per Telefon abgegeben und nun ist sie fertig geworden.

Ich habe mich für eine Mustertapete mit Punkten entschieden. Sie ist weißgrundig und hat große Punkte in hellblau, gelb, beige und salbeigrün. An diesen Farben habe ich mich dann orientiert und sie für die Möbel ebenfalls verwendet. Bei einer Haushaltsauflösung habe ich einen tollen 60er Jahre Vitrinenschrank gefunden und auf dem Flohmarkt eine Kugelgarderobe (die war allerdings in ollem Kiefernholz und wurde in Blau passend zur Tapete lackiert). In diesem Apartment ist die kleine Küche in einem separaten Raum – den habe ich ganz in Blau streichen lassen.

VORHER:

NACHHER:

Wie immer hoffe ich, dass es jemandem so gut gefällt, dass er dort einziehen mag! Schönen Tag für Euch 🙂