Ganze 26 Jahre (kaum zu glauben – wo ist die Zeit geblieben) hatte ich meine Modulküche. Sie ist schon viermal mit mir umgezogen in verschiedene Wohnungen und seit 17 Jahren aber im jetzigen Zuhause an Ort und Stelle.
Mittlerweile waren aber die Schranktüren sehr kaputt und auch Backofen und Herd haben nicht mehr richtig oder unvollständig funktioniert.
Daher war nun schon länger der Wunsch nach einer neuen und funtionnierenden Küche groß und wurde immer größer. Da wir ja im zweitältestenden Haus meiner Stadt wohnen und alles krumm und schief ist, war es unmöglich eine „normale“ Küche aus einem Möbelhaus zu nehmen. Keinen rechten Winkel und sogar der Boden und die Decke haben ein Gefälle. Was hier besonders charmant ist, macht es aber unmöglich auf Standardschränke und Lösungen zurück zu greifen.
So kam ich in den Vorteil, mir eine eigene Küche auszudenken und von einem Schreiner bauen zu lassen. Bei der Gestaltung hatte ich natürlich einige Ideen bzw. relativ schnell eine Vorstellung davon, was ich haben wollte. Schwierig ist es natürlich gewesen, denn ein winziger Raum mit zwei Türen und „Kekswänden“ gibt nicht viel Spielraum her.
Bei der Farbwahl für die Fronten wollte ich kein Weiß (das hatte ich ja jetzt schon viele Jahre), aber ich wollte auch keine andere Farbe. So habe ich mich für Fronten komplett verspiegelt entschieden. Ja und wer mich kennt weiß, dass bei mir an erster Stelle schön und dann praktisch steht. Jetzt werden fast alle denken, dass ich nun meine Zeit mit Putzen verbringe, aber dem ist nicht so. Ich habe praktische Griffmulden einbauen lassen, so dass man die Spiegelfläche gar nicht berühren muss, um die Schubladen zu öffnen.
Die Arbeitsplatte und auch die Rückwand ist ein Schichtstoff (Holz-Kunststoff-Gemisch). Jede Wand ist mit einer Mustertapete eines englischen Herstellers tapeziert. Ich habe mich hier für ein nostalgisches Blumenmuster entschieden, dass schon aus dem 19. Jahrhundert stammt und seinen Ursprung in einem englischen Landhaus hat.
Die Tapete ist stellt einen schönen warmen Kontrast zur kalten, glatten und modernen Spiegelfläche dar.
Den alten Tisch habe ich ebenfalls behalten, nur anstatt Gelb ist er nun in einem Orangerot.
Es fehlen noch einige Details, da liefere ich Euch ganz bald die Fotos nach, wenn alles komplett fertig ist. Hier schon mal ein kleiner Einblick.




















































































